Das Friedenslicht ist in der Schweiz angekommen – Impressionen

Friedenslicht kommt nach Arlesheim

Als offizielle Schweizer Delegation reiste eine Gruppe des ökumenischen Oberstufenreli-Projekts nach Linz, um dort das Friedenslicht zu holen. Wir verbrachten zwei Nächte im Zug, frühstückten in einem Karmeliterinnenkloster mit den Ordensfrauen und stiegen in den Untergrund von Linz. Die Luftschutzstollen aus dem zweiten Weltkrieg, die von KZ-Häftlingen gebaut werden mussten, beeindruckten sehr. Ebenso eindrücklich war das Erlebnis im Mariendom, dass über 2000 Menschen aus vielen Nationen bis Übersee für den Frieden einstehen wollen. Auf dem Heimweg ging es darum, das Licht vor Wind, Luftdruck, Stolpersteinen und besorgtem Zugpersonal zu schützen. Eine anspruchsvolle Aufgabe! Trotzdem kam auch der Spass nicht zu kurz. Wir flanierten über den Linzer Weihnachtsmarkt und liessen uns von einer Eisskulpuren-Ausstellung bezaubern. Dank dem Einsatz dieser Gruppe konnte das Licht über Luzern in die ganze Schweiz verteilt werden. Hoffen wir, dass dieser Funke Hoffnung in uns allen weiterbrennt bis weit ins neue Jahr hinein.

Andrea Vonlanthen, Familien- und Jugendpastoral

Das Friedenslicht geht auf Reise

Impressionen aus Linz – Delegation aus Arlesheim

«Ein kleines Licht anzünden ist nicht viel, doch wenn es alle tun, dann wird es heller.» Das Licht aus Bethlehem soll Menschen verbinden, Menschen aller Religionen und Hautfarben. Es soll für den Dialog und den Frieden stehen. 1993 kam das Friedenslicht zum ersten Mal in die Schweiz. Heute ist es fast nicht mehr wegzudenken und ist auch zu einem festen Bestandteil in unseren beiden Pfarreien geworden. Die Idee ist 1986 im ORF Landesstudio Oberösterreich entstanden. In der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet jeweils ein Kind das Friedenslicht. Von dort wird das Licht in einer speziellen Laterne mit dem Flugzeug nach Österreich gebracht. In diesem Jahr wird das Licht in einem Gottesdienst in Linz an die verschiedenen Delegationen aus über 30 Ländern in Europa und Übersee weitergegeben. Eine Gruppe von 24 Oberstufenschülerinnen und -schülern aus Arlesheim wird mit dem Nachtzug nach Linz reisen, um dort das Friedenslicht in Empfang zu nehmen. Die Gruppe aus Arlesheim übernimmt dieses Jahr eine besonders wichtige Aufgabe. Sie werden die einzige Gruppe sein, die das Friedenslicht offiziell in die Schweiz bringt. Die Jugendlichen freuen sich sehr, diese wertvolle Aufgabe für den Frieden zu übernehmen. Am Sonntag, den 16. Dezember, bringen sie nach einem eindrücklichen Wochenende das Friedenslicht nach Luzern und nach Basel. Die Ankunft auf dem Münsterplatz findet ab 16:30 Uhr statt. Von dort aus kommt das Licht in die Gemeinden und Pfarreien in der Schweiz.

In Arlesheim wird das Friedenslicht im Taizégottesdienst am Sonntag, 16. Dezember um 19 Uhr, in der Krypta ankommen. In Münchenstein wird das Friedenslicht ab Montag, 17. Dezember in der Pfarrkirche St. Franz Xaver brennen. Das Friedenslicht kommt zu uns und breitet sich sternförmig aus. Es will die Herzen der Menschen berühren. Über alle sozialen, religiösen und politischen Grenzen hinweg.

Andrea Volanthen