Erstkommunion am Weissen Sonntag

Am Weissen Sonntag werden die diesjährigen Erstkommunionkinder ein wertvolles Geschenk mit auf ihren Lebensweg bekommen. Nach einem tollen, intensiven dreiviertel Jahr will Jesus diesen Kindern etwas mitgeben, damit sie immer mit ihm, mit der Liebe in Verbindung bleiben können. Die Kinder dürfen darauf vertrauen, dass ihr Boden Gott, also die Liebe ist. Als geliebte Menschen können sie lieben und diese Liebe weitergeben. „Frucht bringen“, „Liebe weitergeben“ ist keine Leistung, nicht durch Anstrengung machbar, sondern dann, wenn man verbunden bleibt mit der Liebe. Ausgehend vom Bild des Weinstocks und der Rebe haben die Kinder diesen Zugang bekommen. Gott selbst ist der Weingärtner, der den Weinstock liebevoll hegt und pflegt, so dass er wachsen und Frucht bringen kann. Jesus ist der fest verwurzelte Weinstock, durch den die Reben mit dem Boden und dem Nährenden verbunden sind. Und die Jünger und Jüngerinnen, wir alle sind Reben, die Frucht bringen, nicht aus

uns selbst heraus, sondern durch unsere Verbindung zum Weinstock und durch die gute Pflege.

Diese Verbindung wird für uns besonders sichtbar und erlebbar im Zeichen von Brot und Wein. In ihnen schenkt Gott sich selbst. Jeden Sonntag feiern wir Jesu Tod und Auferstehung aufs Neue. So wie die Emmaus-Jünger ihn erkannten, so erkennen wir Gott, auch wenn unsere Augen nur Brot und Wein sehen. In der heiligen Messe beten wir jedes Mal ein Geheimnis so laut und klar, dass es jede und jeder hören kann. Das »Geheimnis des Glaubens« ist nichts, was wir nicht weitersagen dürfen – ganz im Gegenteil! Alle sollen es wissen, auch wenn unser Verstand es nicht begreifen kann: Brot und Wein werden zu Leib und Blut Jesu! Das feiern wir. Gott lädt uns ein, ihn in diesen Zeichen zu entdecken.

Wir freuen uns darüber mit den Erstkommunionkinder aus Münchenstein und Arlesheim!

Rita Hagenbach, Daniel Meier, Jeanne Locher und Lucia Stebler