Gottesdienste fallen aus

nicht Panik sondern Verantwortung
Als Leiter des Pastoralraumes Birstal habe ich nach Rücksprache mit den Gemeindeleitungen entschieden, dass die Gottesdienste der Pfarreien des Pastoralraumes vorläufig ausfallen. Diese Massnahme gilt vorläufig für die Zeit vom 29. Februar bis zum 11. März. Für die Folgezeit wird die Situation am 11. März neu beurteilt. Die Gottesdiensthäuser bleiben für Gebete jedoch geöffnet.

Der Glaube fordert von uns, Verantwortung für die Menschen und die Gesellschaft zu
übernehmen. Es ist eine Frage der Verantwortung, alles zu tun, was in unseren Möglichkeiten
liegt, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und Ansteckungen
wo möglich zu verhindern. Jede Ansammlung von Menschen birgt die Gefahr von Ansteckung.
Die bisherigen Massnahmen (Verzicht auf Friedensgruss, Mundkommunion
und Weihwasser) verhindern einen direkten Kontakt. Wir wissen aber, dass die Ansteckung
genauso auch ohne direkten Hautkontakt geschehen kann.
Wir können zwar an Personen mit Krankheitssymptomen appellieren, den Gottesdiensten
fern zu bleiben, aber es ist uns nicht möglich, Leute mit Krankheitssymptomen
aus den Gottesdiensten wirklich auszuschliessen. Auch wenn die bisherigen
Krankheitsfälle bei uns zumeist gut verlaufen oder verlaufen sind, besteht für ältere
Menschen, die die grosse Mehrheit der Mitfeiernden in den Gottesdiensten ausmachen,
offenbar ein erhöhtes Risiko für einen schlechten Verlauf der Krankheit.
Als Christinnen und Christen vertrauen wir unerschütterlich auf die besondere Begleitung
Gottes in schwierigen Lebenssituationen und in besonderen Herausforderungen!
Aus Liebe sind wir deshalb gerufen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um eine
Ansteckung von weiteren Menschen zu verhindern. Wir sind aber auch gerufen unser
Vertrauen in Gott im Gebet zum Ausdruck zu bringen. Auch wenn dies zum jetzigen
Zeitpunkt nicht am gemeinsamen Ort stattfinden kann, so bitte wir Sie doch, während
der Gottesdienstzeiten bei Ihnen zuhause in besonderer Weis das persönliche Gebet zu
pflegen im Bewusstsein einer verbindenden und verbindlichen Gemeinschaft, die sich
im gleichzeitigen und in diesem Sinne gemeinsamen Gebet bestärkt und ermutigt.
Felix Terrier, Pastoralraumleiter