Skulptur “Kugel und Prisma” von Albert Schilling

Im letzten Juni erhielt der Kirchgemeinderat von der Basellandschaftlichen Kantonalbank die Mitteilung, dass sie wegen eines Umbaus ein Kunstwerk von Albert Schilling gerne an eine lokale Institution verschenken möchte, die bereits Werke des Bildhauers besitzt. Der Kirchgemeinderat hat das kostbare Geschenk gerne angenommen und im Namen der Kirchgemeinde bestens verdankt. Die Standortabklärungen und die baulichen Anpassungen dauerten jedoch länger als geplant und haben einige Zeit in Anspruch genommen.

Umso mehr freuen wir uns, dass die im Jahre 1973 geschaffene Skulptur nun im Zwischengeschoss des Domhofkellers einen würdigen Platz gefunden hat. Der Raum hat sich durch die Skulptur verändert: aus dem vermeintlichen Durchgang ist eine Halle geworden, in der man sich gerne aufhält und das Werk betrachtet, das durch die zusätzliche Beleuchtung zum Erstrahlen kommt. Roswita Schilling schreibt zu dieser Skulptur: „Ihr Material ist besonders spannend gezeichneter kostbarer Famosa-Marmor, geschliffen und poliert. Die grosse vom Bildhauer handgefertigte Kugel (und ihre Gegenkonkaven) ist auch handwerklich ein Meisterstück. Die Einzigartigkeit von Schillings Steinskulpturen ist die millimetergenaue, von innen gespannte Form mit der geschliffenen und polierten Oberfläche. Diese regt den Tastsinn der Betrachtenden an und lässt sie auch die Weichheit und das erahnte Innenleben des Steins erleben.“ Es passt zu Albert Schilling, dass die rund ein Meter hohe Skulptur über einen bescheidenen Abgang erreicht wird. Zu seiner Türe zur Krypta sagte er damals: “Man muss es schon auf sich nehmen hinabzusteigen, still zu werden und auch sich selbst öffnen zu wollen.” In diesem Sinne hoffen wir, dass Ihnen nebst Albert Schillings Werken in der Krypta auch die Skulptur „Kugel und Prisma“ gefallen wird.

Janine Galgiani, Kirchgemeindepräsidentin Arlesheim

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