Vom Palmsonntag zum Ostermorgen…

Palmsonntag (Matthäus 21,1-11)

Der Palmsonntag eröffnet die Karwoche. Das mittelhochdeutsche Wort ‚Kar‘ bedeutet Klage und Trauer – wie passend in diesen Zeiten besonders für die hart betroffenen Länder. Wir erinnern uns an den Einzug Jesu in Jerusalem; Jerusalem ist überall,  nicht nur geografisch im Heiligen Land, …

… sondern überall dort, wo wir Christinnen und Christen uns aufeinander besinnen und im Vertrauen auf Gott aneinander denken und so über die Wände unserer Wohnungen und Häuser hinaus eine heilige Stadt bilden, die offen ist für Jesu Kommen. Jesus hat eine Hoffnung in uns geweckt, indem er demütig auf einem Esel kommt und uns so zeigt, wie er sein König-Sein lebt: mit den Menschen der kleinen Auftritte, die im Hintergrund wirken und die heute mit sehr grossem Einsatz für die Kranken da sind und die unsere Infrastruktur aufrechterhalten. Jesus zieht ein – auch in jeder und jedem von uns und geht mit uns durch diese Zeiten der Klage und Trauer bis dahin, wo Trauer und Tod ihren Stachel verlieren.

Gabriele TietzeReinach

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